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31. Oktober – Hallow………..was??

Posted by | October 20, 2015 | Fj3Blog - Deutsch | No Comments

31. Oktober – Hallow………..was??

Freunde,

Manche Leute erachten den heutigen Tag als eine Feier von Kürbis-Köpfen, Besen, grabesähnlichen Gesichtsmasken und als die Wahl zwischen „Süßes oder Saures“.

Für mich ist dieser Tag deshalb bedeutungsvoll, weil an diesem Tag vor 495 Jahren ein Mann namens Martin Luther tapfer genug war, ungeachtet des sicheren Todes gegen die regierenden Mächte der westeuropäischen Welt anzugehen und ihre religiösen, jedoch unbiblischen Überzeugungen herauszufordern. Diese Leidenschaft wurde in einem Mann entfacht, der begann, für sich selbst zu lesen, was in der Natur Gottes verborgen lag.

Dieses scheinbar unbedeutende Ereignis sollte die westeuropäische Gesellschaft verändern, und die meisten von uns sollten Nutznießer dieser Tapferkeit werden. Wir sollten frei werden von werksgetriebener Religion und der Sklaverei, die dieses Zeitalter Gläubigen auferlegte. Wir sollten unseren rechten Stand vor Gott verstehen, der durch Vertrauen in Gott zustande kommt. Dies war der Beginn von dem, was heute „Die große Reformation“ genannt wird. Menschen, die von dieser unrechtmäßigen Gesinnung über ein Jahrtausend lang gefangen waren, sollten anfangen, die Wahrheit zu erkennen und sich inmitten von großer Verfolgung auf sie zuzubewegen. Ich selbst und meine Familie leben hier an der südlichen Spitze Afrikas aufgrund der Flucht der französischen Hugenotten während jener Zeit.

Aber das Eigenartigste in dem Ganzen ist, dass diejenigen, die diese historische Reformation mit offenen Armen annehmen würden, irgendwie unfähig geworden sind, weitere Reformationen anzunehmen. Als ob Gott Selbst gesagt hätte, dass es keine weiteren mehr geben würde, und alle, die noch mal für sich selbst lesen und weitere nötige Reformationen entdecken, werden verfolgt wie die mutigen Männer  und Frauen zu Luthers Zeit. Die Leidenschaft, die angefacht wird von einer Einverleibung des Wortes Gottes, wird so schnell durch ein überwältigendes Meer von Kritik und traditionellen religiösen Glaubenssätzen erstickt. Manchmal verblendet uns unser starkes Verlangen nach Erleichterung von den Sorgen dieser Welt in Bezug auf die Realitäten, die der Geist Gottes in uns vollbringen möchte.

Sich dem Sommer zu widersetzen weil dir der Winter so ans Herz gewachsen und behaglich geworden ist, wird dich schwitzen lassen, wenn du nicht gewillt bist, deine Klamotten gemäß der neuen Saison zu wechseln.

Es sind beinahe 500 Jahre vergangen, und ich glaube, wir stehen am Rande einer Reformation, die sogar noch größer ist als die von 1517. Das heißt im Wesentlichen, lediglich einen Schritt näher an der Original-Struktur zu sein, die in den Gedanken Gottes ist.

Wenige Menschen wissen, dass Martin Luther, wie viele von uns heute, glaubte, dass das Ende der Welt nahe war, dass die Apokalypse nahe bevor stand, und dass die Verfolgung ein Zeichen für genau dies war. Ich glaube, dass es gewissermaßen tatsächlich ein Ende eines Zeitalters war, doch Gott war immer noch damit beschäftigt, zu reformieren. Wenn unser Fokus das Ende der Welt geworden ist, und wir aufgehört haben, uns weiter in das Ebenbild des Sohnes Gottes – Christus – zu reformieren, werden auch wir an irgendeinem Punkt jede weitere Reformation ablehnen. In Wahrheit ist es so, das schlechter werdende Bedingungen normalerweise als ein Agent kommen, der Veränderung verlangt.

Gott ist noch nicht fertig mit uns. Ganz sicher ist es möglich, dass eine große Anzahl an Kindern Gottes noch immer gefangen gehalten wird durch andere Gesinnungen, Bollwerke, Traditionen, Aberglauben, Denkweisen, die unser Vorankommen schon die letzten 495 Jahre über verhindert haben. Die Reife in einem korporativen Sohn entspricht der Reife in einem Individuum – es ist ein Prozess, der Zeit und Erfahrung benötigt, um in seine Fülle zu gelangen.

Meine persönliche Meinung ist, dass die Mehrheit von uns als Gemeinde wie geistliche Teenager sind: Alt genug, um zu denken, dass wir bereits alles wissen, jedoch zu unreif, um das Herz Gottes zu kennen, was sich dadurch ausdrückt, wie sehr wir in Seiner Natur wandeln. Alt genug, um unsere eigene Identität finden zu wollen, um zu wissen, dass Gott unser Vater ist, aber noch zu jung, um zu realisieren, dass wir meistens in einem Waisengeist operieren.

Aber in dieser Zeit sprich Gott deutlich zu uns über unsere Sohnschaft und Seiner Natur in uns. Er ‘fleht uns an’, die Denkweise eines Waisen zu verlassen, damit wir scheinen können wie die Sonne/wie der Sohn. Beinahe so wie es mit einem 17-Jährigen ist, der vorbereitet wird, die Erwachsenenwelt legal zu betreten. Wir hören Dinge, die wundervoll, unmöglich und außergewöhnlich klingen, müssen aber noch ausgearbeitet werden in den praktischen Aspekten unseres Glaubens.

Sei nicht entmutigt. Gott ist noch nicht fertig mit uns als Gemeinde. Gott ist noch nicht fertig mit der menschlichen Rasse. Er hat so sehr geliebt, dass Er gab, und Seine Gabe wird nicht leer zurück kehren, sondern nach seiner Art hervorbringen. Was für eine aufregende Zeit!

In der Liebe, die die Welt versöhnt hat.

Frans

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