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Die letzten Tage

Posted by | September 27, 2016 | Fj3Blog - Deutsch | No Comments

Liebe Freunde,

  1. Petrus 3 muss oft als Begründung für eine völlige Zerstörung der Erde in der „Endzeit“ oder in „den letzten Tagen“ herhalten. Aus diesem Grund heißen viele Christen Krieg, Atombomben, nukleare Angriffe und alle anderen Formen von Massenvernichtung willkommen, da diese uns das Gefühl geben, dem Ende näher zu sein. Und für uns hält das Ende Schönes bereit. Die grauenhafte Folge dieses Missverständnisses ist, dass unsere Basis die Angst geworden ist und wir uns schon fast nach Zerstörung zu sehnen beginnen.

Ich glaube nicht, dass Gott die Erde zerstören wird, um eine neue Erde zu schaffen. Er macht alle Dinge neu, nicht lauter neue Dinge. Ich habe Gott durch die Schrift und meine persönliche Erfahrung als den Einen kennengelernt, der Chaos in Ordnung verwandelt. Dies ist Sein „Stil“ und Seine Natur.

Ich möchte gerne ein wenig Zeit für das Konzept der „letzten Tage“ in 2. Petrus 3 aufwenden, um aufzuzeigen, warum ich glaube, dass diese Schriftstelle nicht die Zerstörung der Erde vorhersagt, sondern viel mehr über den Übergang vom Alten Bund in den Neuen Bund spricht. Der Schlüssel dafür ist, das Folgende zu verstehen: „Wann sind die letzten Tage?“

  1. Die letzten Tage

In 2. Petrus 3,3 finden wir: „…in den letzten Tagen…“

Die „letzten Tage/Zeiten“ und die „Endzeit“ sind zwei verschiedene Konzepte in der Schrift.

Die letzten Tage beziehen sich auf einen Zeitabschnitt von der Kreuzigung Christi bis hin zu der Zerstörung Jerusalems durch die römischen Armeen 70 n. Chr.; ein Zeitabschnitt von ungefähr 40 Jahren in der Geschichte Israels. Wir finden in den Schriften hinreichend Beweise dafür, dass die Jünger wussten, dass sie in den letzten Tage lebten. Hier sind drei:

  1. Apostelgeschichte 2,17: Die Prophetie sagte, dass Gott in den letzten Tagen Seinen Geist auf alles Fleisch ausgießen würde. Wie du weißt, ist das geschehen.
  2. Hebräer 1,2: Der Schreiber des Hebräerbriefs deklariert, dass Gott in den letzten Tage durch Seinen Sohn gesprochen hat. Wie du weißt, ist das geschehen.
  3. 1. Petrus 1,20: Petrus sagt, dass Christus, das Lamm, in den letzten Zeiten geoffenbart wurde. Wie du weißt, ist das geschehen.

Wenn also die letzten Tage schon in den Zeiten der Jünger begonnen haben, wann endeten sie und wovon waren diese Tage das Ende?

Die „letzten Tage“ sind ein Begriff, der das Ende der levitischen Priesterschaft und Ordnung, des Tempels und all seiner Opferungen beschreibt. Es war ein Ende einer Ära oder eines Zeitalters. Hier machte Gott allem ein Ende, was nur der Schatten der Realität Christi war. Tatsächlich können wir historisch nachvollziehen, wie dies in der Zerstörung Jerusalems und des Tempels durch die Römer (70 n. Chr.) geschah. Du kannst in den historischen Werken von Flavius Josephus – „Der Jüdische Krieg“ – mehr über die Belagerung und den Fall Jerusalems lesen.

Es erscheint unwahrscheinlich, dass diese Ära oder dieses Zeitalter sich über Jahrtausende bis in unsere Zeit hinein erstreckt, so dass wir in den letzten Tagen leben. Es erscheint einfach nicht logisch, dass die letzten Tage eines 6000-jährigen Zeitabschnitts aus einem 2000-jährigen Zeitraum bestehen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass sie sich über einen Zeitabschnitt von 40 Jahren bis hin zu der Zerstörung Jerusalems und des Tempels in Jerusalem erstreckten.

Oftmals übersetzen unsere Bibeln das Wort für „Zeitalter“ (griechisch aiōn) mit „Welt“, was uns zu dem Glauben verleitet, dass es vom Ende der Welt (vom Ende der Erde und der gesamten Zeit) spricht, obwohl es sich auf das Ende eines „Zeitalters“ bezieht. Ein Beispiel dafür findet sich in Mt. 13,40.

Ein anderes bedeutungsgleiches Wort für die „letzten Tage“ oder „letzten Zeiten“ ist „das Ende des Zeitalters“.

Die letzten Tage sind gekennzeichnet von Aufruhr im Land Israel, in Judäa und dessen Epizentrum – Jerusalem. Darüber lesen wir nicht viel in der Bibel, weil ein Großteil dieser Bibeltexte in Bezug auf Berichte geschrieben wurden, die der Belagerung und Zerstörung Jerusalems durch Titus vorausgingen.

Was wir aber sehr wohl in der Bibel finden, ist die Prophezeiung über die kommende Zerstörung. Mt. 24 ist ein erstklassiges Beispiel für eine solche Prophetie von Jesus. Ich glaube, dass 2. Petrus 3 auch eine prophetische Äußerung vom Apostel Petrus bezüglich jener Ereignisse sind. Er verweist zurück auf Jesu Worte und Bildersprache (die Flut zu Zeiten Noahs). Weil diese prophetischer Natur sind, bedienen sie sich beide der alttestamentlichen Bildersprache, um eine sehr einfache Botschaft zu vermitteln: Das Ende der levitischen Ordnung mit ihren Ritualen und Tempeln steht unmittelbar bevor.

Als ich als braver, dispensationeller, pfingstlicher Gläubiger begann, diese Wahrheiten in der Schrift zu entdecken, sah ich mich mit einer schweren Frage konfrontiert:

Wenn wir keiner massiven Zerstörung der Erde entgegen blicken, keinen Gemeindetreffen, versteckt in Höhlen und erwarten, dass die Hölle auf Erden ausbricht – wie schaut das Endbild dann aus?

Dies war die beste Frage, die ich mir je hätte stellen können. Von jener Zeit an begann Gott, in mir zu arbeiten und die Puzzle-Teile langsam zusammenzusetzen.

DAS BESTE KOMMT ERST NOCH!!!! Das Ende ist herrlich!!

Gnade und Frieden,

Frans

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