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Die Wüste der Heiligkeit

Posted by | June 23, 2016 | Fj3Blog - Deutsch | No Comments

 

Freunde,

die Wüste ist eine kraftvolle Metapher für die Zeiten in unserem Leben, in denen die Dinge nicht so laufen, wie wir es gerne hätten. Ein Ort, wo es so scheint, als ob unsere Schwachheiten stärker wären als unsere Kräfte oder diese überschatten. Dieser Ort, wo unsere Kraft versagt, ist es, den Gott erwählt, um an uns zu arbeiten, unsere Mängel aufzudecken und uns zu stärken, um weiterzuwachsen.

Wenn wir die Wüsten-Erfahrung mit Demut und Ausdauer annehmen, wird dieser Ort zu unserem größten Potential in Gott. Diese Erfahrungen sind unausweichlich, unvermeidlich und für jedermann, der das Geschenk empfangen hat, ins Dasein berufen worden zu sein.

Jede Erfahrung im Leben muss der ultimativen Absicht Gottes mit dem Menschen dienen – dass wir Sein Abbild sind und Ihm gleichen. Es geht niemals wirklich um Strafe, Vergeltung oder Zorn, sondern es geht immer darum, was notwendig ist, dieses Abbild und diese Gleichheit hervorzubringen. Alles kommt aus der Liebe heraus und zielt ab auf die letztendliche Einheit dieser Liebe in Gott.

“…er erzieht uns so, dass wir an seiner Heiligkeit Anteil bekommen…“

Hebr. 12,10b

Die Wüste erzeugt Momente tiefer Besinnung, Selbstprüfung und ein großes Wachstumspotenzial. Ein Wachsen hinein in das Abbild Seiner Heiligkeit.

Bei Heiligkeit geht es nicht in erster Linie darum, was du tust oder nicht tust, sondern sie ist  hauptsächlich in der Natur und dem Wesen Gottes konzentriert. Heilig zu werden bedeutet, unserem Vater ähnlich und Sein Abbild zu werden – was der vorrangige Grund für unsere Existenz ist.

Es gibt drei bemerkenswerte Eigenschaften einer Wüsten-Erfahrung, die ich hier hervorheben möchte:

  1. Einsamkeit

Die Wüste ist ein einsamer Ort. Menschen werden aus deinem Leben entfernt. Sogar solche, die dir nahe stehen, scheinen plötzlich weit weg zu sein. Es findet eine scheinbare Trennung statt. Die Einsamkeit treibt uns an einen Ort, wo wir uns wieder auf unsere Abhängigkeit von Gott und unsere Beziehung zu Ihm konzentrieren können. Wo wir unser ursprüngliches Vertrauen auf Ihn wieder erneuern. Gott ist unser Gefährte.

  1. Trockenheit

In der Wüste vertrocknen die Versorgungsquellen. Finanzen scheinen eher zu tröpfeln als zu fließen.  Menschliche Ressourcen, die normalerweise für uns leicht erhältlich waren, ermatten oder reduzieren sich möglicherweise drastisch. Es ist ein trockener Ort. Doch es ist ein Ort, wo wir lernen können, dass Gott unser Versorger und unsere Quelle ist, dass Er uns unterstützt, selbst wenn unsere Versorgungsleitungen versagen. Unser Vater trägt uns.

  1. Ein endloser Horizont

Der härteste Teil unserer Wüsten-Erfahrung ist, nicht zu wissen, wann und ob sie überhaupt endet. Das Gefühl von Hilflosigkeit; die Unfähigkeit, sie selbst zu einem Ende zu bringen, obwohl wir doch all unsere Ressourcen und Hilfsmittel ausgeschöpft haben. Wenn wir nicht über den Horizont unserer mangelhaften Situation hinaus blicken können. Genau hier lernen wir zu ruhen und dem Timing und den Motiven Gottes für unser Leben zu vertrauen – und dass unser Leben in Seinen Händen liegt.

Es ist der Geist Gottes, der uns in die Wüste führt, um uns zu lehren, uns wachsen zu lassen und uns in das Abbild und die Gestalt unseres Gottes zu formen. Es ist also auch der selbe Geist, der in uns wirkt, um uns von unseren oberflächlichen Abhängigkeiten zu entgiften. Der uns zeigt, dass wir nicht vom „Brot“ allein leben, sondern von Ihm und durch Ihn.

ER ist unser Gefährte; Er ist unsere Versorgung; ER ist unser Horizont.

Verachte deine Zeit in der Wüste nicht. Nähere dich zu Gott. Jede Wüste ist eine Chance für Gott, dir zeigen zu können, wer du wirklich bist in Ihm – Sein Sohn, hinein berufen in Seine Heiligkeit.

Gnade und Frieden,

Frans

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